mit Ines Kivelitz und Dr. Nora Brede
Intensivwoche was und für wen?
Es erwarten Sie fünf intensive Tage, in denen wir uns dem Thema Aggression beim Haushund sowohl im Kontakt mit Artgenossen als auch Menschen widmen. Grundsätzlich ist aggressives Verhalten ein normaler Bestandteil des Sozialverhaltens. Aber warum verhalten sich Hunde immer öfter unangemessen aggressiv? Wir analysieren anhand echter „Fälle“ die Charaktere der Hunde, so wie die Auslöser für aggressives Verhalten – erarbeiten uns Strategien für den Umgang mit den Hunden und lassen Raum um die innere Haltung den Hunden gegenüber zu reflektieren.
Hunde und Menschen werden so akzeptiert wie sie sind und dort abgeholt wo sie gerade stehen, das gilt für die zu beratenden HundebesitzerInnen, so wie für die teilnehmenden Menschen.
Zu guter Letzt trainieren wir anhand praxisnahen Beratungssituationen, die Hintergründe herauszufinden, die zu (reellen) Beißunfällen führten und erarbeiten Strategien, wie man die Betroffenen beraten kann.
Diese fachspezifische Fortbildung richtet sich vorrangig an HundetrainerInnen, aber auch an Tierheim MitarbeiterInnen, die sich mit der Thematik Aggressionsverhalten auseinandersetzen und ihre Erfahrungen vertiefen möchten.
Wie die Woche abläuft
Tag 1 – Samstag / DozentIn: Normen Mrozinski und Dr. Nora Brede
Einstieg in die Thematik, Grundlage, Aggressionsformen, Definition.
Biologie und Physiologie der Aggression.
Umgang mit aggressiven Hunden in Theorie und Praxis, Selbstschutz, Annäherung und eigene Körpersprache, Absicherung, Maulkorbtraining.
18 Uhr Feierabend
Tag 2 – Sonntag / Dozentinnen: Ines Kivelitz und Dr. Nora Brede
Innerartliche Aggression in Theorie und Praxis.
Körpersprache vom Imponierverhalten, Kommentkampf und Ernstkampf.
Hundecharaktere einschätzen lernen.
Gezielte Zusammenführung passender Kontaktpartner oder Gruppen für die jeweiligen Hunde.
Angemessenes Eingreifen und souveränes moderieren der Zusammenführung.
Open End
Tag 3 – Montag / Dozent: Normen Mrozinski
Aggression von Hunden gegenüber Menschen in Theorie und Praxis.
Absicherung, Körpersprache, Auslöser finden und bei Angriff handeln können.
In kleinen Gruppen Einschätzung und Aggressionsdiagnostik der Hunde.
Mit Hilfe des Dozenten, Handlungskonzepte erstellt und erste Schritte praktisch umgesetzt.
Anschließend gemeinsamer Grillabend mit allen (aggressiven) Hunden
Tag 4 – Dienstag / Dozent: Normen Mrozinski
Beratung von betroffenen Hundehaltern.
Gesprächsführung und Gesprächstechniken. Umgang mit schwierigen Situationen.
Praktische Umsetzung an realen Kunden.
Abends gemeinsames Essen nach Absprache.
Tag 5 – Mittwoch / Dozent: Normen Mrozinski
Beratung von betroffenen Hundehaltern.
Üben von Beratungssituationen an realen Kunden, anschließendes Erstellen von Handlungskonzepten und ersten Trainingsschritten.
Abschlussreflexion.
Ende und Heimfahrt um ca. 16:00 Uhr
Hinweise:
Dieser Workshop wird von der TÄK Schleswig-Holstein als Fortbildung für die zertifizierten HundetrainerInnen anerkannt.
Für eine Anerkennung vom BHV und IBH fragen Sie bitte direkt bei den Verbänden nach.
Willkommen sind alle Hunde.
Die Hunde müssen altersgemäß geimpft und haftpflichtversichert sein. Bitte denken Sie an dem Wetter entsprechende Kleidung, da wir viel draußen sind.
Es gibt keine Garantie dafür das die Hunde der TeilnehmerInnen aktiv ins Training mit einbezogen werden. Für fast alle Übungssituationen werden Kunden und entsprechende Hunde von uns gestellt.
Für den zweiten Tag wählen wir nach Absprache ca. 2 Teilnehmerhunde aus, mit denen wir die Charaktereinschätzung durchführen und die wir anschließend mit passenden Kontaktpartner zusammenführen.

